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Band 2 Oliver PilzFrühe matrizengeformte Terrakotten auf Kreta. Votivpraxis und Gesellschaftsstruktur in spätgeometrischer und früharchaischer ZeitMatrizengeformte Relieffiguren und -pinakes bilden im späten 8. und im 7. Jh. v. Chr. in zahlreichen kretischen Heiligtümern einen bedeutenden Anteil am Votivaufkommen. Im Rahmen der Dissertation wird eine umfassende Kontextualisierung dieser bislang wenig beachteten Gruppe von Weihgaben angestrebt. Untersucht werden sowohl die Ikonographie und stilistische Entwicklung als auch Aspekte der Herstellungstechnik und die typologischen Ursprünge der Gattung. Unter ausführlicher Berücksichtigung der archäologischen Fundkontexte wird darüber hinaus die spezifische Funktion der Reliefterrakotten in der Kult-und Weihpraxis analysiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach den möglichen Anlässen für Weihungen matrizengeformter Terrakotten und dem sozialen Rang ihrer Stifter.
Der geschilderte methodische Ansatz führt, insbesondere im Hinblick auf ihre Funktion als Votive, zu einer Neubewertung der Reliefterrakotten, die teilweise beträchtlich von den Ergebnissen der bisherigen Forschung abweicht. Zudem wird deutlich, wie sich die soziopolitischen Veränderungen, die in diesem Zeitraum auch auf Kreta zur Herausbildung der Polis führen, in der Weihpraxis widerspiegeln.
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2011 gebunden 365 Seiten 35 Tafeln 63,00 € 978-933925-89-3 |